UNBEGRENZT?
20 Jahre Mauerfall Festival am 3 Oktober 2009
AUSSTELLUNG "UNBEGRENZT?"
Das Atelierhaus Mengerzeile steht direkt hinter dem ehemaligen Todesstreifen. Etwa 20 KünstlerInnen zeigen in der Kunsthalle m3 Werke, in denen sie die Zeit nach dem Mauerfall und die damit einhergehende Veränderung des Ortes thematisieren, Grenzgänge in spielerischem Ernst zwischen Gewesenem, Dichtung und Wirklichkeit - fotografisch, malerisch, per Video und Installation. Was jenseits der Grenze liegt, wird erst erfahrbar, wenn die Grenze wegfällt und die gewohnten Muster der Orientierung nicht mehr ausreichen. Hier verspricht der Dialog mit den Besuchern der Ausstellung spannende Einsichten in persönliche Erfahrungen von Anwohnern des ehemaligen Grenzstreifens.
Konzept: Nicole Heinzel/ Thomas Tuchel
Text: Dirk Steglich
KÜNSTLERINNEN:
THOMAS TUCHEL
EVA AM WINNERSBACH
MARK BRAUN
PAUL BARNETT
NICOLE HEINZEL
MAIK SCHEERMANN
ENDA O'DONOGHUE
ALEX TENNIGKEIT
JULIA TSCHAIKNER
NANNE MEYER
WOLFGANG FRIZ
PETER SCHULZ LEONHARDT
JÖRG LÖBIG
ULRICH KRETSCHMANN
MICHELLE LLOYD
HEIN SPELLMANN
MARGUND SMOLKA
HILDEGARD SKOWASCH
MARIANNE WIRRIES
MATTHIAS REINMUTH
GABRIELE REGIERT
JOSTEIN KIRKERUD
KARSTEN KRAUSE
ROSS WALKER
CAMERON RUDD
HEIN SPELLMANN
ILONA OTTENBREIT
Ort: Kunsthalle m3
OFFENE ATELIERS
KünstlerInnen des Hauses gewähren Einblick in ihre Arbeitsräume:
EVA AM WINNERSBACH
PETER SCHULZ LEONHARDT
NICOLE HEINZEL
LEO PLAW
HILDEGARD SKOWASCH
ANDREAS WALTER
GABRIELE REGIERT
JOSTEIN KIRKERUD
PAUL BARNETT
ALEX TENNIGKEIT
MICHELLE LLOYD
WOLFGANG FRIZ
ANDREAS WALTHER
ENDA O'DONOGHUE
CAMERON RUDD
ILONA OTTENBREIT
VALERIE COLLART
MARGUND SMOLKA
HEIN SPELLMANN
MAUER, LAND, LUPINEN
Eine dokumentarische Ausstellung über Ideen, künstlerische Projekte und Gegebenheiten am ehemaligen Mauerstreifen.
Am 14.April 1990 hielten W50 Lastkraftwagen des VEB Fahrzeugwerks vor dem Brandenburger Tor und spuckten eine Gruppe von DDR-Grenzsoldaten aus, die sich mit dicken Beuteln voller Lupinen-Samen "bewaffnet" hatten. Auf dem ehemaligen Todesstreifen von Lübars bis Rudow sollte ein gelber, heilender Teppich ausgelegt werden ...
Die Ausstellung "Mauer, Land, Lupinen" in den Gängen des Atelierhauses erinnert mit den handgefertigten Plakaten der drei DDR-KünstlerInnen Franziska Lobeck-Schwarzbach, Peter Schwarzbach und Manfred Butzmann an deren spektakuläre Aktion "Mauer Land Lupine" vor fast zwanzig Jahren und schlägt einen Bogen zu jüngeren Projekten wie z.B. "Neues Licht auf das Sperrgebiet" der Landschaftsarchitektin Joyce van den Berg. Ähnlich wie Lobeck-Schwarzbach, Schwarzbach und Butzmann stellt sie sich ein üppig bewachsenes Paradies zum Entspannen in der ehemaligen "Traumalandschaft" vor. Außerdem werden Initiativen präsentiert, die im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre ehemalige Sperrgebiete zum Kunst- und Aktionsraum machten, so wie der an der Kommandantenstraße in Berlin-Mitte entstandene Skulpturenpark oder die Wagenburg Lohmühle in Treptow. Aktionen wie die spektakuläre "Rückkehr der Möbel" in die Bernauer Straße oder "Ein Roggenfeld in der Großstadt" werden dokumentiert, ebenso die "Spurensuche" im Atelierhaus am Treptower Flutgraben und nicht zuletzt verschiedene Aktionen auf dem ehemaligen Todesstreifen vor dem Atelierhaus Mengerzeile an der Grenze zwischen Treptow und Neukölln.
Ort: Gänge des Atelierhauses
Öffnungszeiten nach Absprache
Konzept und Text: Constanze Suhr
FISCHER, FISCHER, WIE TIEF IST DAS WASSER?
Audioinstallation von Hildegard Skowasch auf dem ehemaligen Mauerstreifen.
Auf der östlichen und westlichen Seite des Brachgeländes sind in den Bäumen versteckt Lautsprecher installiert. Aus diesen klingen Stimmen von Kindern, die "Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser“ spielen. Das Wechselspiel ist in unregelmäßigen Abständen zu hören, sodass Passanten davon überrascht werden. Die unverfälscht wiedergegebenen Straßengeräusche und Kinderstimmen rufen sicher bei manchen Erinnerungen an Kindertage wach. Doch auch bei denen, die das Spiel nicht kennen, werden die wie aus weiter Ferne in die Alltagsgeräusche dringenden Sprechgesänge an diesem besonderen Ort ihre Wirkung nicht verfehlen.
Die Gesamtlänge der Tonaufnahme beträgt 7 Minuten.
Ort: Mauerstreifen vor dem Atelierhaus









