Intro

Die Kunsthalle m3

2001 renovierte ein Mieter des Atelierhauses, der schwedische Künstler Thomas Henriksson, die verfallende Remise im Hinterhof des Atelierhauses und erfüllte sich seinen Traum von einer eigenen Galerie. Die erste Ausstellung richtete er mit Arbeiten der schwedischen Künstlerin Ulrika Segerberg und der damals noch unbekannten Miriam Vlaming aus. Nachdem Henriksson im ersten Jahr sieben Ausstellungen mit hauptsächlich skandinavischen KünstlerInnen organisiert hatte, bildete sich im zweiten Jahr ein Gremium von MieterInnen des Hauses, die das Ausstellungsprogramm fortführten.

Seit 2006 ist das Programm offen, die Künstlerinnen und Künstler des Hauses melden ihr Projekt beim Vorstand des Vereins an oder tragen sich in die Jahresplanungsliste der Kunsthalle M3 ein. Des Weiteren findet ein Austausch mit anderen Atelierhäusern statt.

Neben jährlichen Ausstellungen der KünstlerInnen des Hauses ("Housesalon") und jenen, die in diesem Zeitraum in den Gastateliers arbeiten, soll die knapp 152 Quadratmeter große Halle als Forum junger Kunst auch ein Spiegel überregionaler bzw. internationaler Strömungen sein. Hier kann experimentiert und ausprobiert werden, unabhängig vom Druck des Kunstmarktes. So manche Kunstschaffenden, die inzwischen gut im Geschäft sind, hatten hier ihre erste Berliner oder Einzelausstellung.

Der Verein fördert die Ausstellungstätigkeit mit der Ausrichtung einer Eröffnungsparty im Clubkeller und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen seiner Möglichkeiten. Seit 2012 wird von den jeweiligen Kuratoren ein kleiner Beitrag zu den Betriebskosten erhoben.

2011 feierte der Verein Mengerzeile das zehnjährige Bestehen der Kunsthalle M3 mit einer von Thomas Henriksson kuratierten Jubiläumsausstellung, die mit den gezeigten Arbeiten ein Bild vom lebhaften Programm der Galerie zeigten. Das Null-Budget-Projekt wurde zu einem Ort für Kunst jenseits des Mainstreams.

email: kunsthalle@atelierhaus-mengerzeile.de